Cavaion Veronese

Zwischen Weingärten und Olivenbäumen, Patriziervillen und alte Kirchen. Der Reichtum von Cavaion Veronese

Cavaion Veronese ist ein charakteristisches Dorf, das sich an die sanften venetischen Hügel mit Weingärten und Olivenbäumen schmiegt.

Eine Landschaft, in der ein sehr kostbares historisches und architektonisches Erbe Platz findet, mit Villen von beeindruckender Schönheit, erbaut vom Landadel zwischen dem XVI. und dem XIX. Jahrhundert. Es sind Patrizierresidenzen in verschiedenen Baustilen, die mit der Natur in vollem Einklang stehen und die Poesie des venetischen Landes, das so reich an romantischem Zauber ist, zum Leben erwecken.

Cavaion ist ein kleiner Landstrich mit langer Geschichte: Die erste Siedlung geht auf die Bronzezeit zurück und befand sich ganz unten, nahe dem Teich Ca' Nova. Am Archäologischen Gemeindemuseum werden bemerkenswerte archäologische Funde aus dieser uralten Zeit aufbewahrt.

Während der Römerherrschaft um das 1. Jh. v. Chr. wird Cavaion allmählich ein wichtiges Zentrum. Es wurden damals Gebäude errichtet, die im Zuge der Entwicklung der Landwirtschaft die Landschaft radikal veränderten. Einige prächtige alte Villen, die man heute in Cavaion bewundern kann, beruhen auf den Resten dieser römischen Siedlungen.

Im Lauf der Jahrhunderte wechselten einander verschiedene Herrschaften ab, deren bedeutendste jene der Langbobarden und die französische waren. Im Mittelalter gehört Cavaion zur Herrschaft der Scaliger. Nach 1405 geht es für 400 Jahre in den Besitz der Republik Venedig. Die letzte Herrschaft vor der Einheit Italiens war die österreichische.

Zur Rekonstruktion der Geschichte von Cavaion kann man das kleine Gemeindemuseum besuchen, das kostbare prähistorische und römerzeitliche Funde aufbewahrt, aber auch einen Rundgang um die zahlreichen Kirchen des Landes machen: die Kirche San Michele aus dem IX. Jahrhundert, die Kirche Johannes des Täufers aus dem XIII. Jahrhundert, dazu die Heiligkreuz-Kirche in romanischem Stil, die St.-Martins-Kirche in Villa Cordevigo aus dem 16. Jh. und die Kirche San Gaetano von 700.
Unverzichtbar ist dann die Tour um die Villen, welche sich der venetische Adel auf seinen Besitzungen errichten ließ, um die Freizeit in Berührung mit der Natur zu verbringen, aber auch um seine Landwirtschaftsbetriebe zu überwachen; als Beispiele seien genannt: Villa Cordevigo, Villa Ravignani, Villa Trombetta, und Villa Bonazzo.